Lehrerin mit Kopftuch

“Mama, wusstest du? Die Frau mit dem Kopftuch? Du meintest, ich solle mich von solchen komischen Menschen fernhalten, oder? Aber sie ist meine neue Deutschlehrerin. Sie hat mir eine zwei plus gegeben und meinte auch, dass es ihr Spaß macht, weil das Kopftuch völlig freiwillig ist.” – Marcel, 11 Jahre alt, geht auf das Edmund-Burke-Gymnasium*.

Neben der körperlichen Freizügigkeit ist heutzutage mitten in der multikulturellen Welt eine Mode herausstechend. Oftmals sieht man einige Frauen mit Stirnbändern oder sogar mit Tüchern um ihren Kopf gewickelt. Nein, hier spreche ich nicht von muslimischen Frauen. Vielmehr sind es Liebhaber des modernen, abstrakten Kleidungsstils. Je mehr sich diese Geschmacksrichtung einbürgert, bleibt eine parallele Frage diskret offen. Ist das Kopftuch tragen einer Muslima in der öffentlichen Gesellschaft, wie im Fallbeispiel als Lehrerin, ein Zeichen für erfolgreicher oder eher misslungener Integration? Bevor ich hierzu ein persönliches Urteil treffen werde, möchte ich einige Fragen beantworten, soweit mein menschlicher Verstand ausreicht. Das Beantworten der Fragen “Wird eine Frau im Islam unterdrückt?”, “Was heißt Gleichberechtigung?” und “Ist das Tragen eines Kopftuches etwas negatives?” baut eine Basis auf, die dazu dienen soll, meine Meinung zum Gesamtthema nachvollziehen zu können.

Im Heiligen Koran heißt es „Wer aber gute Werke tut, sei es Mann oder Frau, und gläubig ist, sie sollen in den Himmel gelangen.“ (4:125) Aus diesem Kurzen Vers ist es zu entnehmen, dass der Islam keinen Unterschied bezüglich der Geschlechter, sondern allein zwischen den Taten eines macht. Welch ein vernünftiger Mensch kann also sagen, dass die Lehre des Islam die Frau unterdrückt. Wohl eher sagte der Heilige Prophet (Frieden und Segen Allahs seien auf ihm) weise Worte über die Rolle der Frau aus verschiedenen Perspektiven. Der beste unter den Anhängern seiner ist jener, “der seine Frau am besten behandelt, der seiner Tochter eine gute Bildung gewährt.” Denn derjenige “ist dem Propheten so nah im Paradies, wie der Zeigefinger dem Mittelfinger ist”. Außerdem heißt es noch “das Paradies liegt unter den Füßen der Mutter”. (Hadith) Mit diesen Aussagen wird verdeutlicht, was für eine hohe Stellung die Frau im Islam hat, egal als welche Rolle. Wenn man es noch tiefgründig analysiert, wozu ich einem anderen Beitrag das Wort fassen werde, ist stark zu erkennen, dass die Frau sogar als eine wesentlich wichtigere Rolle im Leben fungiert. Man könnte meinen, anstatt, dass sie von der richtigen Lehre des Islam unterdrückt werde, dass sie eher von ihrer Priorität her mehr eine Obliegenheit besitzt.

Niemand Vernunft begabtes könnte ebenso meinen, dass beide Geschlechter völlig gleich wären. Unterschiede sind schon in Kleinigkeiten sichtbar und haben einen wesentlichen Sinn im Leben. Sei es die Anatomie des Körpers, sei es das Gedankenspiel oder auch das daraus resultierende Verhalten. Jede Frau ist zwar individuell, dennoch gibt es zusammenfassend erhebliche Kontraste, die das Alltagsleben bewusst einschränken. Eine sehr bekannte Tatsache ist im Sportunterricht zu finden. Während die Jungen eine Strecke von zum Beispiel eintausend Metern in einer bestimmten Zeit zurücklegen müssen, haben die Mädchen meistens nur für achthundert Metern auch mehr Zeit. Wenn man fragen würde, ob es gerecht sei, würde jeder normale Mensch es befürworten, weil der Körperbau nicht gleich den Jungen sei etc. Mit dieser Aussage möchte ich mich nicht dagegen stellen. Viel mehr will ich demonstrieren, dass die Meßlatte, um von einer Gleichberechtigung sprechen zu können, in der Natur vollkommen andersartig angelegt und gegeben ist. Dementsprechend heißt es auch im Islam “Sprich zu den gläubigen Männern, dass sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren sollen. Das ist reiner für sie. Wahrlich, Allah ist recht wohl kundig dessen, was sie tun. Und sprich zu den gläubigen Frauen, dass sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren sollen und dass sie ihre Reize nicht zur Schau tragen sollen, bis auf das, was davon sichtbar sein muss […]” (24:31-32) Ich rate es Ihnen, die Verse nicht nur vollständig, sondern auch die bevorstehende und nachkommende Verse mit zu lesen. In diesen Versen wurde beiden Geschlechtern das Gebot gegeben ihre Blicke zu senken und ihre Keuschheit zu bewahren. Anders als dem Mann wurde der Frau noch das bedecken der Reize auferlegt. Weil wir schon entnommen haben, dass es eine Menge an körperlichen Unterschieden gibt, ist es wie beim Laufen in der Schule, eine plausible Aussage der Gleichberechtigung, da niemand verschweigen kann, dass die Frau geringere Reizpunkte habe. Es ist bekannt, dass sie sogar viel größer seien als die des Mannes. Bemerkenswert ist aus diesem Grund, dass das Gebot zuerst an dem Mann ausgerichtet ist und dann an der Frau. Damit ist auch die Unterdrückung der Frau im Islam noch einmal widerlegt worden. Wenn der Mann nicht leicht zu verführen wäre, müsste die Frau auch ihre Reize nicht bedecken. Jedoch liegt auch dieses Belangen in der Natur des Mannes, wobei niemand verneinen kann, dass diese Aussage korrekt sei. Denn allein die Statistiken und Zahlen zeigen heute in dieser offenen Gesellschaft, wie dieses Verleiten zu Betrug, Untreue und vielen Problemen führt, die jene Gesellschaft zum Untergrund bringen. Gott bewahre uns vor jeglichem Unheil!

Entnehmen kann man also, dass die Frau ihre Reize bewahren bzw. bedecken solle, von einer Burka, einem Nikab oder Sonstigem ist wörtlich keine Rede. Dazu sagt der Heilige Koran “O Prophet! sprich zu deinen Frauen und deinen Töchtern und zu den Frauen der Gläubigen, sie sollen ihre Tücher tief über sich ziehen. Das ist besser, damit sie erkannt und nicht belästigt werden. Und Allah ist allverzeihend, barmherzig.” (33:60) Dies entspricht schon eher dem Kopftuch, wobei man sagen möge, dass in den letzten drei Versen nur von einem “sollen” gesprochen wird, nicht von einem “müssen”. Wenn also eine Frau dazu gezwungen wird, ist es ganz und gar falsch. Denn diese Handlung ist eine Angelegenheit zwischen der individuellen Schöpfung und dem Schöpfer selbst. Dennoch ist eine überzeugende Begründung mitgegeben worden, weshalb die Frau dieser Tätigkeit ruhig intensive Bedenkzeit schenke. Falls man betrachtet, wie viele Frauen belästigt oder auch misshandelt werden, ist klar zu sagen, dass niemals eine Frau mit einem Kopftuch solch derartiges erlitten hat. Ein plausibler Mann hält automatisch Abstand von solch einer Frau. Zu diesem Schutz dient schließlich das Bedecken dieser.

In den letzten Jahrhunderten Europas war die Frau noch eine häusliche Sklavin des Mannes, dessen Aufgabe nur aus dem Kochen, Putzen, und Erziehen der Kinder bestand. Heute hat die Frau auch noch diesen untergeordneten Stellenwert verloren. Egal wie viel man von „Freiheit“ spricht, in der heutigen Konsumgesellschaft ist die damalige “Sklavin” zu einem Objekt geworden, das traurigerweise nur zum eigenen Wohl und Zweck dient. Wie viele Frauen werden überall mit ihren Körpern präsentiert, nur um die Aufmerksamkeit auf das eigene Produkt zu bekommen. Wie viele Frauen werden nur als, hart aber der Wirklichkeit entsprechend, „billige Hilfsmittel“ angesehen, wonach genau diese Frauen im Hintergrund mental mit sich selbst kämpfen. Dies ist eines der Gründe, weshalb Frauen mehr unter Depressionen leiden. Für das lösen dieses beschämenden Problemes gibt es nur ein missbrauchtes Wort: “Emanzipation”. Wir brauchen aber eine wahre Emanzipation der Frau. Eine Emanzipation, in der sich die Frau nicht nur entkleiden muss, sondern auch das Recht hat, wohl eher das Kleidungsstoff, was “gerne” abgelegt wird, nur um sich ausschließlich zu verkaufen, weil eine Frau lediglich nach Anerkennung sucht, auf sich zu nehmen und sich wohl zu fühlen. Dies ist der erste Schritt zur wahren Emanzipation.

Aus diesen wunderbaren Erkenntnissen durch die Friedenslehren des Islam beurteile ich nun also, wenn die Emanzipation wirklich anerkannt wird, dann wird dadurch den armen, unterdrückten Frauen geholfen, die nicht nur gezwungen werden, ein Kopftuch zu tragen, gleich dem auch den Frauen, die dazu gebracht werden sich ausziehen zu müssen. Demnach kann man sagen, dass diese Emanzipation eine tatkräftige Hinführung zu einer gelungenen Integration ist, da somit den wichtigsten Teil unserer Gesellschaft, den Frauen, die, wie sich am Anfang herausstellte, eine wesentlich wichtigere Rolle im Leben des Menschen spielen, geholfen wurde, wie es vor vierzehnhundert Jahren genauso im damaligen Arabien gelang. Gepriesen sei er, Muhammad (Frieden und Segen Allahs seien auf ihm), der Befreier der Frauen!

* Hierbei handelt es sich nur um eine reine Fiktion

Islam und Gewalt

Oft wird von den Islamkritikern ein falsches Bild des Islam dargestellt. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass viele Zitate des Propheten (Frieden und Segen Allahs seien auf ihm) aus dem Kontext gerissen, sogar falsch zitiert werden. Seine Praxis wird gewalttätig und brutal präsentiert, obwohl doch er das beste Beispiel eines jedes Menschen ist. Diesbezüglich wird dem Islam vorgeworfen, dass die Lehre schon in den frühen Jahren eine Gewaltslehre sei, welche mit Terror verbunden sei. Aber muslimischen Araber, die sich weiter auf der Welt verbreiteten, sind das beste Beispiel dafür, dass die Muslime von ihrem Propheten (Frieden und Segen Allahs seien auf ihm) ein perfektes Vorbild bekamen, wonach sie sich ahnten und nach seiner Praxis friedlich sowie ohne Konflikten miteinander in einer interreligiösen Gemeinschaft lebten. Aus diesem Grund hat das Volk Medinas ihm, der Barmherzigkeit aller Welten, die Führung übergeben. Jedoch nicht, weil die Muslime sie dazu mit Gewalt zwangen. Sie taten es freiwillig und wollten es, weil er, der Gesandte Allahs, bewies, dass es keinen besseren Führer gab als ihn selbst. Dies kann man nur wissen, wenn man wirklich die wahren Lehren des Islams kennt und das wahrhaftige Wissen über die wirklichen Ereignisse in der Geschichte des Islam besitzt.

“Es soll kein Zwang sein im Glauben.” So heißt es in der Sura 2 Vers 256. Viele interpretieren dies als vollkommene Gesetzlosigkeit und verlangen jegliche Freiheit. Man kann aber nicht sagen, dass man ein Spiel spielt und sich nicht an den Regeln hält. Solange man sich z.B. beim Spielen von Schach nicht an die regeln hält, so kann man nicht davon reden, dass man Schach spielt, da durch das Nichtbeachten der Regeln das Prinzip des Spiels fehlt. Man kann also nur davon sprechen, dass man Schach spielt, wenn man sich nicht an dessen Regeln hält. Man kann also nicht vom Islam sprechen, wenn sich jemand nicht an die Regeln Gottes hält und gegen das Gebot Gottes handelt. Damit ist gemeint, dass jeder Mensch die frei Wahl hat, für welchen Glauben er sich entscheidet. Er kann auch aus dem Islam konvertieren und irgendwann den Islam wieder annehmen. Somit darf kein Mensch bei der Auswahl seines Glaubens gezwungen werden. Die Freiheit bei der Auswahl des Glauben, welche im Vers angesprochen wird, sieht man auch an der Praxis des Heiligen Propheten (Frieden und Segen Allahs seien auf ihm) wieder. Als er der Führer Medinas war, waren auch zwei weitere Völker jüdischen Glaubens in Medina wohnhaft. Jedoch wurden diese nicht unterdrückt, sondern besaßen genau dieselben Rechte wie die Muslime. Es herrschte Gleichberechtigung, sodass es zu keinen Konflikten kam. Auch Jahrhunderte nach dem Ableben des Heiligen Propheten (Frieden und Segen Allahs seien auf ihm) sah man diese Praxis in den Muslimen wieder. Nach der Eroberung Spaniens lebten die Menschen jüdischen, christlichen und islamischen Glaubens friedlich miteinander. Die Muslime haben in der Gesellschaft, Bildung und Politik viel beigetragen. Bis es zum Völkermord, durchgeführt von dem Christentum, kam, wobei nicht nur unzählige Juden, sondern auch Muslime von Christen ermordet worden sind. Zwar gab es auch Schlachten während der Zeit des Heiligen Propheten (Frieden und Segen Allahs seien auf ihm). Aber dies nicht, weil der Islam zu Gewalt aufruft. Vielmehr wurden die Muslime angegriffen, wodurch sie sich verteidigen mussten. Das sagt auch der Islam über dem Jihad. Der Jihad mit dem Schwert war nur als reine Selbstverteidigung erlaubt, was heute auch im deutschen Grundgesetz als Notwehr legitim ist. Aber auch diese Ära des Schwertes ist Heute vorbei, da der Angriff eher verbal bzw. literarisch stattfindet. Deshalb nennt der Verheißene Messias as und Imam Mahdi den heutigen Jihad der Selbstverteidigung als „den Jihad der Feder“ und ruft eine neue Zeit geprägt von Kommunikation ins Leben.
Man erkennt also für den ersten Schritt, dass der Islam nichts mit Gewalt zu tun hat und auch nicht, wie Islamkritiker oder radikale Terroristen im Namen des Islams ein falsches Bild hervorheben, mit Terrorismus in Verbindung gebracht werden kann.

Gebet in der Schule

Am Gymnasium spricht ein muslimischer Schüler „Allahu Akbar“ und beginnt das Gebet – ein Terroranschlag oder ein Zeichen der Integration?
Viele Schulen machen es sich selbst damit schwer und strahlen eine negative Ausstrahlung in den Schlagzeilen. Es beginnt nur mit einer kleinen Frage, die zu einer Streit Diskussion führt und letztendlich in der großen Reichweite der Medien endet. Es sind Fehler von beiden Seiten, der Partei des Schülers und die des Lehrers. Doch was genau ist inkorrekt und wie kann man sich genau richtig annähern, um eine friedvolle Atmosphäre im Umfeld entstehen zu lassen?

Zunächst will ich erstmal erwähnen, dass es eine “Tradition“ sei, dass in den letzten Schultagen​ vor den Winterferien eine Weihnachtsfeier stattfinde und somit ein ganzer Schultag diesem christlich religiösem Anlass gewidmet sei. Wenn also die schule ein religionsfreier Ort sei, dann dürfe es auch dementsprechend​ keine Anzeichen von Weihnachten, Ostern oder sonstiges durch das Feiern, Basteleien und vieles mehr geben. Damit wäre die Schule ein neutraler Ort, also frei von Religion und Kultur, gewidmet nur zum lernen. Weitergegangen hieße es, dass die Schule ein Ort für nichts sei, denn in jeglicher Hinsicht, seien es Sprachen, Naturwissenschaften oder vor allem die Gesellschaftswissenschaften, Kultur und Religion spielen überall eine wichtige Rolle beim erlernen. Demnach kann man Kultur nicht weglassen und​ wenn ein ganzer Schultag zu Gunste einer Weihnachtsfeier tauglich ist, wieso sollte dann eine Pause nicht zum Beten genutzt werden können?

Solange ein Schüler sich selbst und andere nicht schadet, darf er doch seine freie Pausenzeit selbst gestalten, wie es ihm passt. Warum sei es einem Schüler verboten, während die restlichen Schüler toben und laut werden, sich der Ruhe zu begeben. Denn das Gebet ist ein ruhiger Akt der zur Konzentration hilft, was wiederum vorteilhaft für den Schüler selbst wäre. Erstens eine innere Ruhe zu finden und zweitens die Konzentration, die er danach in der Unterrichtszeit benutzen kann. Weiterhin hat eigentlich kein weiterer Schüler etwas dagegen, vielmehr erweckt es ein Interesse in ihnen, was dazu führt, dass ihre Neugier Fragen stellt. Genau dies ist doch ein direkter Weg zur Integration, zu Freundschaften und Beseitigung der Angst hervorgerufen durch negativen Vorurteilen. Dass das Waschen der Füße im Waschbecken nicht angenehm für jedermann sei, ist berechtigt. Das müssen wir auch berücksichtigen und respektieren. Hierzu gibt es Streitigkeiten vieler “Gelehrten“, wozu wir Ahmadi Muslime sagen, dass, wenn die Füße morgens gewaschen worden sind und man sich Socken anzieht oder die Füße durch Kleidung bedeckt, die rituelle Waschung der Füße für einen Tag anhält. Diese Problemlösung ist vorteilhaft​ für beide Oppositionen.

Wir erkennen nun, dass Religion und Kultur ein wichtiger Bestandteil des Schullebens eines Schülers und der Schule selbst sei, wodurch das verrichten des Gebets nicht bedrohlich sondern vorteilhaft ist. “Einigkeit, Recht und Religionsfreiheit” ist ein Gesetz für alle Bürger Deutschlands. Wenn also das Gesetz der Freiheit  für Menschen von christlichem oder jüdischem Glauben zählt, warum dann nicht auch für die Angehörigen der islamischen Lehre. Ein Mensch ist ein Mensch – nur ein Gesetz für alle in Betracht mit Toleranz auf allem, was keinen Menschen schadet, ist ein Weg zur Integration, zum Frieden und zur Harmonie.